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Primarstufe

Der Primarbereich an der Förderschule mit dem Schwerpunkt ,Körperliche und Motorische Entwicklung‘ umfasst die Eingangsklasse und die Klassen 1 bis 4. In der Klasse 1 wird jeder Schüler und jede Schülerin erstmals einem Bildungsgang zugeordnet, den unsere Schule anbieten kann, dem Förderschwerpunkt ‚Lernen‘ oder ‚Geistige Entwicklung‘ oder den Richtlinien und Lehrplänen der allgemeinen Schulen, im Fall der Primarstufe ist dies die Grundschule. Die Zuordnung wird den Eltern auf dem Elternsprechtag bekannt gegeben und erläutert, sie wird jährlich überprüft. Grundlage für diese Entscheidung sind die Unterrichtserfahrungen des vergangenen Schuljahres, interdisziplinäre Gespräche zwischen allen an der Förderung Beteiligten und gegebenenfalls informelle oder standardisierte Testverfahren.

Der Unterricht auf der Grundlage verschiedener Richtlinien (Grundschule, Lernen, Geistige Entwicklung und Förderung schwerstbehinderter Schüler) erfordert eine starke Binnendifferenzierung; d.h. innerhalb einer Klasse existieren verschiedene Leistungsgruppen, die adäquat unterrichtet bzw. gefördert werden müssen. Daher sind in den Kernfächern vorwiegend zwei Lehrkräfte in einer Klasse tätig. Zum Klassenteam gehören daneben noch Hilfs- bzw. Pflegekräfte und Therapeuten. In enger Zusammenarbeit werden die Förder- und Unterrichtsziele für die einzelnen Schüler halbjährlich im Förderplan festgelegt.

Neben den Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen werden auch Ziele aus den Bereichen der lebenspraktischen Förderung und der kognitiven Kompetenz vermittelt. Ziele können z.B. sein, sich selber die Schuhe anziehen zu können, die Gabel selbstständig zum Mund zu führen usw., was gerade motorisch behinderte Kinder vor große Probleme stellen kann.

Insbesondere das Verständnis von Sachzusammenhängen wird ganz konkret gefördert: Ein Projekt- und realitätsorientierter Unterricht hilft, fehlende Umwelterfahrungen zu ergänzen.

Inhalte der Psychomotorik und der Sensomotorik sind ebenfalls in den Unterricht integriert.

Wochenplanarbeit ist in allen Klassen fest installiert. Stationsarbeit und Freiarbeit, im Material, in der Darbietungsform aber auch in ihrem „Freiheitsgrad“ differenziert, sind weitere Methoden im Schulalltag.

Ein weiterer wichtiger Aspekt während der ersten Schulbesuchsjahre ist die Förderung der sozialen Kompetenz. Konflikte sollen möglichst eigenständig gelöst werden, eigene Bedürfnisse - aber auch die Bedürfnisse anderer - sollen erkannt und in Handlungen umgesetzt, aggressive oder sonstige auffällige Verhaltenskomponenten abgebaut werden.